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20. Juli 1944

Das Attentat auf Adolf Hitler

Am 20. Juli 1944, wagte eine Gruppe von Wehrmachtsoffizieren ein Attentat auf Adolf Hitler, das als zentrales Ereignis des Widerstands gegen den Nationalsozialismus gilt und der letzte Versuch war, den verbrecherischen Krieg und die Gewaltherrschaft in Deutschland von innen her zu beenden. Zahlreiche andere Attentatspläne und Versuche waren zuvor immer wieder gescheitert.

Der Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg legte an diesem Tag bei einer Besprechung in Hitlers ostpreußischem Hauptquartier „Wolfsschanze“ eine Aktenmappe mit einem Sprengsatz am Kartentisch ab. Die Explosion tötete einige Teilnehmer, doch der Diktator kam mit ein paar Kratzern davon. Oberstleutnant Albrecht Mertz von Quirnheim ist gemeinsam mit General Friedrich Olbricht und Stauffenberg an der Erarbeitung des Operationsplans "Walküre" beteiligt. Dieser Plan soll eigentlich den Einsatz des Militärs im Falle eines Fremdarbeiteraufstands oder einer Landung der Alliierten koordinieren. Die Verschwörer überarbeiten "Walküre" für die Übernahme der militärischen Macht nach einem Attentat auf Hitler. Der Staatsstreich hatte begonnen.

Der nach Berlin zurückgeeilte Stauffenberg meldete seinen Mitverschwörern den Tod Hitlers. Truppenverbände wurden in Berlin, Paris, Wien und Prag in Marsch gesetzt, um SS- und hitlertreue Wehrmachtsverbände festzusetzen. Die Radiomeldung vom Überleben des „Führers“ aber ließ den Umsturzversuch binnen weniger Stunden zusammenbrechen. Noch am Abend des 20. Juli wurden Stauffenberg und seine engsten Mitarbeiter – Oberstleutnant Werner von Haeften, Oberstleutnant Albrecht Mertz von Quirnheim und General Friedrich Olbricht - im Hof des Allgemeinen Heeresamtes im Berliner Bendlerblock - ihrem Arbeitsort - erschossen. Generaloberst Ludwig Beck, der frühere Generalstabschef, wurde zum Selbstmord gezwungen.

Am nächsten Tag startete die Gestapo die Verhaftungsaktion "Gewitter". Tausende Regimegegner wurden in Gefängnisse und Konzentrationslager gebracht. Die meisten Oppositionellen starben am Galgen oder wurden erschossen. Die genaue Zahl der Ermordeten ist unbekannt.

Die letzten Monate des Krieges forderten nochmals genauso viele Opfer, wie die gut fünf ersten Kriegsjahre.

Link: Institut für politische Bildung