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Einigkeit und Recht und Freiheit

Die Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland

Komponist: Franz Josef Haydn (1732-1809)
Textdichter: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

Die dritte Strophe des Deutschlandliedes ist heute die Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland. Das Leitmotiv der dritte Strophe „Einigkeit und Recht und Freiheit“ bringt die zentralen Gedanken des Grundgesetzes und die Wünsche und Hoffnungen der Menschen nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg zum Ausdruck. Deswegen machte Theodor Heuß 1952 nach einem längeren Briefwechsel mit Bundeskanzler Konrad Adenauer erneut das Deutschlandlied zur Nationalhymne. Bei staatlichen Anlässen wurde aber allein die dritte Strophe gesungen. Seit 1991 ist durch Erklärung von Bundespräsident Richard von Weizsäcker mit Zustimmung von Bundeskanzler Helmut Kohl allein die dritte Strophe Nationalhymne.

Der von Hoffmann von Fallersleben auf Helgoland geschriebene Text zur Melodie von Joseph Haydn bringt in seiner Gesamtheit das Streben der Deutschen nach der Gründung eines Nationalstaates zum Ausdruck. Deutschland war damals in zahlreiche Kleinstaaten zerfallen und als Machtfaktor im europäischen Raum faktisch nicht präsent. Ziel der im Zuge der 1848er Revolution und des Vormärzes erstarkenden nationalen und demokratischen Kräfte war die Gründung von Nationalstaaten in Europa und damit auch die Beseitigung des monarchischen Prinzips. Der Verfassungsgedanke und Grundrechte gewann an Bedeutung. Diese Ziele fanden auch in der von den Nationalsozialisten fehlinterpretierten ersten Strophe „Deutschland, Deutschland über alles“ Ausdruck. Damit war eben nicht die Erhebung Deutschlands über andere Völker, sondern der Sieg des nationalen und demokratischen Prinzips über Willkür- und Fürstenherrschaft gemeint. Dies einte die Nationalbewegungen in ganz Europa und führte zur Verbrüderung mit Polen, Griechen, Italienern und anderen Völkern, die um ihre nationale Einheit rangen. Wenn also die ersten beiden Strophen Anlaß zu Mißverständnissen bieten, so sind sie keineswegs verboten. Es gilt sie allerdings in den richtigen historischen Kontext einzubetten.

Die dritte Strophe dagegen läßt keinen Raum für Fehlinterpretationen: Freiheit, Einigkeit und Recht sind feststehende und eindeutig definierte Begriffe, wie sie auch nachhaltig in unserem Grundgesetz niedergelegt sind.

Der Text der Nationalhymne lautet:
 
"Einigkeit und Recht und Freiheit
Für das deutsche Vaterland!
Danach lasst uns alle streben,
Brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
Sind des Glückes Unterpfand:
Blüh im Glanze dieses Glückes,
Blühe, deutsches Vaterland!"

Link: www.bundesregierung.de