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Schiller, Friedrich von (1759 - 1805)

Deutscher Dichter

Friedrich von Schiller wurde 1759 in dem Städtchen Marbach am Neckar in der Nähe von Stuttgart geboren. Sein Vater war ein einfacher Offizier im Dienst des Herzogs von Württemberg. Schiller hing sehr an seiner Mutter. Sie war eine stille, fromme Frau. Deshalb wollte er als Kind auch Pfarrer werden. Schon mit 13 Jahren mußte Schiller sein Elternhaus verlassen. Auf Befehl des Herzogs von Württemberg mußte er von jetzt an eine Militärakademie bei Stuttgart besuchen. Aus dieser Zeit stammt Schillers Liebe zur Freiheit. Er schrieb heimlich in diesen Jahren sein erstes Schauspiel „Die Räuber“. In diesem Drama ruft er zum Kampf gegen alle Tyrannen und Diktatoren auf. Nach Beendigung der Schulzeit wurde Schiller ein einfacher Militärarzt, denn er hatte in der Militärakademie Medizin studieren müssen.

Anonym ließ Schiller dann in Mannheim sein Schauspiel „Die Räuber“ aufführen. Das Drama hatte einen riesigen Erfolg. Daraufhin verbot der Herzog von Württemberg Schiller, Schauspiele zu schreiben. Daraufhin verließ Schiller 1782 Württemberg. So wanderte Schiller in den Jahren von 1782 bis 1789 durch Deutschland hin und her. Auch sein in diesen Jahren entstandenes Schauspiel „Kabale (= Intrige) und Liebe“ wurde ein großer Erfolg.

1789 bekam Schiller durch Hilfe von Goethe eine Anstellung als Professor für Geschichte in Jena in Sachsen. Jetzt hatte er ein sicheres Einkommen. Deshalb konnte er jetzt seine Verlobte Charlotte von Lengefeld heiraten. Außerdem lag Jena dicht bei Weimar. Dort in seiner Residenz hatte der Herzog von Sachsen-Weimar Goethe und zahlreiche andere Dichter, Künstler und Gelehrte versammelt.

In den folgenden Jahren schrieb Schiller kein Drama und nur wenige Gedichte. Er beschäftigte sich jetzt viel mit Geschichte und philosophischen Fragen, besonders mit der Philosophie Kants. Durch Kant lernte er, daß der Mensch ein moralisches, ethisches Wesen ist. Er hat die Aufgabe, seine schlechten, niedrigen Regungen in sich zu bekämpfen und ein immer vollkommenerer, besserer Mensch zu werden. 1799 zog Schiller nach Weimar. Er kaufte sich dort ein Haus für sich und seine Familie. Durch die Freundschaft zwischen Goethe und ihm wurden beide wieder zum Dichten angeregt. Schon vorher hatte Schiller das Schauspiel „Don Carlos“ geschrieben. Jetzt entstanden die Dramen „Wallenstein“, „ Die Jungfrau von Orleans“ und „ Maria Stuart“. „ Die Glocke“ beschreibt Schiller den Weg des Menschen von seiner Geburt bis zu seinem Tod. Sein letztes vollendetes Drama ist „ Wilhelm Tell“.

Wie kein anderer Dichter hat Schiller darum gekämpft, ein immer vollkommenerer Mensch zu werden und andere durch seine Dramen und Schriften zu bessern. Er jagte dem Ideal nach, dem Höchsten und Größten. Deswegen nennt man ihn auch einen Idealisten.

Link: Schiller-Nationalmuseum