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Made in Germany

Herkunftsbezeichnung und Qualitätsbegriff

Die Warenmarkierung „Made in Germany“ gilt in zahlreichen Branchen seit Jahrzehnten als Nachweis einer besonders hohen Produktqualität. Ihre Entstehung verdankt sie einem britischen Gesetz, dem Merchandise Marks Act von 1887. Zweck dieses Gesetzes war, britische Verbraucher vor Täuschungen über die Herkunft deutscher Waren zu schützen. Im Laufe der Zeit wandelte sich aber der ursprünglich negativ besetzte Begriff „Made in Germany“ in sein Gegenteil und entwickelte sich zu  einem besonderen Qualitätszeichen. Aus diesem Grund ist „Made in Germany“ heute als geographische Herkunfts- und Qualitätsbezeichnung für die in Deutschland hergestellten Waren national und international geschützt.

Innerhalb Deutschlands besteht kein Zwang, geographische Herkunftsangaben zu verwenden. Die Kennzeichnung einer Ware mit „Made in Germany“ ist also freiwillig. Sie ist nur beim Export von Waren in jene Länder zwingend, die Warenmarkierungen verlangen.

Falls sich der Hersteller - obwohl hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht - entscheidet, die Ware mit dem Zusatz „Made in Germany“ zu kennzeichnen, muss dies im Einklang mit den einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen erfolgen. Ein vollständig in Deutschland hergestelltes Produkt trägt die Herkunftsangabe „Made in Germany“ selbstverständlich zu Recht. Die vollständige Gewinnung in nur einem Land erfolgt aber fast nur noch bei Rohstoffen und in der Landwirtschaft, für Industriegüter ist dies in einer arbeitsteiligen Weltwirtschaft immer seltener. Daher ist eine Betrachtung der Produktionsprozesse für die Beurteilung der korrekten Kennzeichnung erforderlich.

Nationale Regelungen zu dem Themenkomplex „Made in Germany“ finden sich im für das deutsche Wettbewerbsrecht grundlegenden Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG). Die Warenmarkierung darf den Kunden nicht über die Herkunft des Produkts täuschen und dadurch möglicherweise falsche Erwartungen bezüglich der Qualität und Zuverlässigkeit wecken.